
Arnulf Moser
Der Zaun im Kopf
Zur Geschichte der deutsch-
schweizerischen Grenze um Konstanz
1. erweiterte und überarbeitete Auflage 2011
der 1992 im UVK erschienenen Erstauflage.
200 Seiten. € 14,80, ISBN 978-3-86628-362-6
»Der
unklare und unzweckmäßige Verlauf der Grenzlinie, namentlich in stark
besiedelten Gebieten wie bei Konstanz, könnte zu unangenehmen Zwischenfällen
führen.« So begründete der Schweizer Bundesrat im Herbst 1938 die neue (heutige) Grenzführung bei
Konstanz, zu einem Zeitpunkt, als Hunderte von Juden in die Schweiz zu flüchten
suchten. Die Schweiz drängte auch auf einen Grenzzaun im Stadtgebiet zwischen Konstanz und Kreuzlingen, den die
deutsche Wehrmacht gegen den Widerstand der Stadt Konstanz durch einen Zaun
zwischen dem Ortsteil Paradies und dem Schweizer Tägermoos ergänzte. Der Fall
der Berliner Mauer und der Strom der Asylbewerber haben um diesen Zaun eine
öffentliche Diskussion über fast zwanzig Jahre entfacht.
Arnulf
Moser, Studiendirektor i.R. in Konstanz, mit regionalgeschichtlichen
Publikationen wie als Schulbuchautor und Übersetzer hervorgetreten, beschreibt
diese ungewöhnlichen Zusammenhänge im Rahmen der Geschichte dieser Grenze, die
Veränderungen im europäischen Kontext und die Entwicklung des
deutsch-schweizerischen Nachbarschaftsverhältnisses.
Stichworte: Konstanz, Kreuzlingen, Paradies,
Tägermoos, deutsch-schweizerische Grenze, 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus,
Mittelalter, Neuzeit, Schengen-Abkommen, Dörflinger, Kunstgrenze
Ein Interview von Frau B. Hochuli mit dem Autor über sein
Buch ist online auf
http://www.thurgaukultur.ch/index.php?article_id=726&rubrik=&clang=
nachzulesen.
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